Neujahrsgrüße
Liebe ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Gemeinde, liebe Bürgerinnen und Bürger,
Zunächst möchte ich Ihnen allen, auch im Namen des gesamten Gemeinderates, ein gesundes und glückliches neues Jahr wünschen. Möge 2026 uns viele schöne Momente und gute Begegnungen schenken.
Das vergangene Jahr hat einmal mehr gezeigt, was Maring-Noviand ausmacht, Verlässlichkeit, Engagement und ein starkes Verantwortungs-bewusstsein. Unsere Gemeinde lebt nicht von großen Worten, sondern von Menschen, die anpacken, oft ehrenamtlich aber auch häufig im stillen Hintergrund. Dafür gilt mein aufrichtiger und herzlicher Dank.
Ein besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Gemeinde. Den Erzieherinnen der Kita danke ich ganz besonders für die liebevolle Betreuung und Förderung unserer Kleinsten. Mit Geduld, Verantwortung und Kreativität begleiten sie unsere Kinder Tag für Tag auf ihrem Weg.
Ebenso danke ich unseren Gemeindearbeitern für ihre zuverlässige Arbeit. Oft bei Wind und Wetter, damit unsere Ortschaften stets gepflegt und sicher bleiben.
Mein Dank gilt außerdem Else Hammes für ihre stets freundliche und kompetente Unterstützung. Ihr alle leistet einen unverzichtbaren Beitrag für das Funktionieren unserer Gemeinde. Herzlichen Dank, auch im Namen der gesamten Bürgerschaft.
Ebenso danke ich den kirchlichen Vertreterinnen und Vertretern, die mit ihrem seelsorgerischen Wirken, einen wichtigen Beitrag zum
Zusammenhalt in unserer Gemeinde leisten. Ich freue mich auf die weiterhin vertrauensvolle Zusammenarbeit im neuen Jahr.
Diesen Dank möchte ich auch unseren Beigeordneten, dem Gemeinderat sowie allen Ausschussmitgliedern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit aussprechen.
Mit großer Wertschätzung blicke ich auf das zurück, was wir gemeinsam erreicht haben. Trotz mancher Herausforderungen könnten wir zahlreiche Projekte voranbringen, die unser Dorfleben weiter stärken und lebenswerter machen. Maring-Noviand steht für Zusammenhalt, Engagement und eine verantwortungsvolle Weiterentwicklung.
Ein zentrales Projekt für unsere Zukunft ist WohnPunkt RLP. In den vergangenen Monaten haben Projektgruppen, Gemeinderat und Verwaltung intensiv gearbeitet, Fachwissen eingeholt und sehr genau hingeschaut. Wie kann gutes, generationsübergreifendes Wohnen für Jung und Alt in unserer Gemeinde aussehen? Dabei ist uns wichtig, es geht nicht um ein stationäres Pflegeangebot, sondern um ein offenes Wohnkonzept für unterschiedliche Lebensphasen.
Dieses Projekt steht beispielhaft für den Weg, den wir gehen wollen, vorausschauend, sozial und nachhaltig. Es zeigt deutlich, dass unsere Zukunft nicht von großen Gewerbeansiedlungen abhängt, sondern von klugen Konzepten, bürgerschaftlichem Engagement und dem Willen, unsere Gemeinde lebenswert zu gestalten. Auch wenn WohnPunkt RLP Zeit braucht, es ist ein zentraler Baustein für die kommenden Jahre.
Umso mehr hat es mich in der letzten Gemeinderatssitzung überrascht, dass sich die gesamte Opposition bei dieser wichtigen Zukunftsentscheidung gemeinsam der Stimme enthalten hat. Gerade bei einem so sorgfältig vorbereiteten, fachlich fundierten und für unsere
Gemeinde so bedeutsamen Projekt hätte ich mir eine klare und nachvollziehbare Haltung im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger gewünscht.
Seit über einem Jahr laufen im Rahmen der WohnPunkt-RLP-Initiative Angebote wie gemeinsames Mittagessen oder generationsübergreifende Treffen. Dank des Einsatzes von über 20 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern werden diese Angebote sehr gut angenommen. Mein besonderer Dank gilt Wilma Ney, Pastor Peter Klauer sowie allen Ehrenamtlichen. Hervorheben möchte ich außerdem den Projektleiter Heiko Werle für sein großes Engagement und die vorausschauende Planungen für 2026 und Folgejahre.
Im Jahr 2026 wird das Projekt bereits im dritten Jahr durch das Land Rheinland-Pfalz gefördert. Kurz vor Weihnachten erreichte uns zudem die erfreuliche Nachricht, dass eine Bauvoranfrage möglich ist. Damit können wir den einfachen und kostengünstigen Weg über den Wohnbauturbo gehen und sparen wertvolle Zeit und Planungskosten.
Ebenso wichtig ist mir Blick auf die Jüngsten in unserer Gemeinde. In Containerbauweise entstehen dringend benötigte Plätze, ein neuer Bewegungs- und Gruppenraum sowie moderne Sanitäranlagen. Parallel investieren wir in die Außenanlagen, mit neuen Spielgeräten, nachhaltige Materialien, mehr Schattenfläche sowie der Perspektive eines Wasserspielbereichs.
Noch vor fünf Jahren gab es Stimmen, die prognostizierten Maring-Noviand werde ohne ein Gewerbegebiet bald weder eine Grundschule noch einen Kindergarten haben. Diese Prognosen haben sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Heute zeigt sich das Gegenteil: Unsere Gemeinde lebt, wächst und investiert, insbesondere in ihre jüngsten Bürgerinnen und Bürger. Die Erweiterung unserer Kita ist ein starkes Zeichen dafür und eine
Investition in die Zukunft und Attraktivität unserer Gemeinde für junge Familien.
Maring-Noviand lebt auch von seinen Wegen und Treffpunkten. Erstmals wurden unsere Ruhebänke systematisch erfasst und bewertet. Dank der ehrenamtlichen Engagements eines Bürgers, dem hierfür mein herzlicher Dank gilt.
In diesem Zusammenhang darf ich eine ganz besondere und sehr großzügige Spende einer Bürgerin bekanntgeben, die uns die Anschaffung neuer Bänke ermöglicht. Dem Heimat- und Wanderverein Noviand und Heimatverein Maring danke ich herzlich für Pflege und Instandsetzung und für die tatkräftige Unterstützung bei der Umsetzung Neuanschaffungen.
Solches Engagement ergänzt Aktionen wie Dreckweg-Tag und zeigt ein schönes Beispiel, wie stark das Ehrenamt bei uns verankert ist.
Ein weiteres Projekt, das mir besonders am Herzen liegt, ist die umfassende Erneuerung und Umgestaltung des Spielplatzes „Lindenweg“.
Geplant und teilweise schon umgesetzt sind eine neue Doppelschaukel, die Verlegung des Sandkastens in einen schattigeren Bereich, zusätzliche Sitzgelegenheiten für Eltern und Großeltern, ein neues Federwippgerät für Kleinkinder, gespendet durch dir Kirmesgesellschaft Noviand und ein erweiterter Fallschutz. Damit machen wir den Spielplatz sicherer, attraktiver und familienfreundlicher.
Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle den ehrenamtlichen Einsatz eines Bürgers, der ohne viel Aufhebens notwendige Reparaturen am Rutschenhaus durchgeführt hat. Ein schönes Beispiel, wie unkompliziert und schnell bei uns geholfen wird, wenn Hilfe gebraucht wird.
Demgegenüber stehen leider auch Stimmen, die vor allem Kritik äußern, sich beschweren oder sogar den Weg über die Presse suchen.
Spätestens bis März 2026, je nach Witterung, sollen alle Maßnahme abgeschlossen sein. Ich freue mich schon darauf, den rundum erneuerten Spielplatz präsentieren zu können.
Auch die regelmäßige und intensive Pflege und Betreuung unseres Tretbeckens wird seit vielen Jahren von einem Ehrenamtlichen mit vorbildlichem Einsatz erledigt. Dafür herzlichen Dank.
Unser Bürgerhaus in Maring hat sich weiter etabliert, nicht zuletzt durch den Umzug der Tourist-Information im Herbst. Der Tourismus bleibt ein wichtiger Baustein.
Vor wenigen Tagen konnte ich dem Vorsitzenden des Archivvereins im Obergeschoss des Bürgerhauses einen Raum für die bereits gesammelten teilweise historischen Unterlagen unserer Gemeinde übergeben. Meinen Dank gilt hier nochmals Oliver Bölinger und Michael Steffen für die Unterstützung.
Besonders erfreulich ist, ist auch dass die Inwertsetzung der historischen Römerkelter schreitet sichtbar voranschreitet. Die Baugenehmigung liegt vor, Vergaben sind eingeleitet, erste Bauarbeiten werden umgesetzt. Dieses Projekt verbindet Geschichte und Gegenwart und schafft ein attraktives Angebot für Kultur und Tourismus, ein echtes Highlight für Einheimische und Gäste.
Klimaschutz und die Nachhaltigkeit liegen mir persönlich sehr am Herzen. Aktuell befassen wir uns unter anderem mit der Modernisierung der Kita-Heizung, der LED-Umrüstung, verkehrsberuhigenden Maßnahmen sowie der Pflege unseres Baumbestandes. Darüber hinaus prüfen wir Photovoltaikanlagen auf gemeindlichen Gebäuden und öffentlichen E-
Ladestationen. Wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen müssen noch sorgfältig geprüft werden und nicht alles ist sofort umsetzbar. Aber wir gehen diesen Weg konsequent weiter.
Geplant ist weiterhin die Teilnahme an Förderprogrammen wie KIPKI. Hierbei handelt es sich um Landesförderprogramme, mit denen Kommunen finanzielle Unterstützung für konkrete Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen erhalten.
Positive Signale sind ebenfalls die Nachbesetzung der Revierleitung im Forstrevier Bernkastel-Noviand und die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs für unseren Bauhof in den kommenden Wochen.
An dieser Stelle möchte ich mich ganz bei unserem langjährigen Revierleiter, Martin Hermanns, bedanken, der Ende 2025 in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist. Danke für die zuverlässige Arbeit für unsere Wälder und unsere Gemeinde.
Zur Verantwortung gehört auch schwierige Themen nicht auszuklammern.
Leerstehende und einsturzgefährdende Gebäude gehen wir gemeinsam mit den zuständigen Behörden an, um Gefahren zu beseitigen und gleichzeitig langfristige Lösungen zu finden. Ebenso prüfen wir sachlich und sorgfältig die Zukunft des Neubaugebiets Am Schönberg Auch hier handeln wir sachlich, rechtssicher und im besten Interesse der Allgemeinheit.
Ein Thema, das uns zuletzt stark beschäftigt hat, ist das geplante interkommunale Gewerbegebiet. Die Debatte wurde durch offene Briefe, Rundschreiben und Flugblätter weiter zugespitzt.
Dazu möchte ich klar Stellung beziehen. Hier stehen wir vor der Aufgabe, unterschiedliche Interessen miteinander in Einklang zu bringen. Wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitsplätze auf der einen Seite, Wohn- und Lebensqualität sowie Natur-, Landschafts- und Umweltschutz auf der
anderen. Als Gemeinde tragen wir Verantwortung, für heute und für die kommenden Generationen. Deshalb ist mir transparente, sachliche und respektvolle Diskussionen so wichtig.
Die 2024 getroffene Entscheidung des Gemeinderates gegen das interkommunale Gewerbegebiet ist keine persönliche, sondern eine demokratisch legitimierte Entscheidung. Sie beruht auf klar benannten, sachlichen Gründen, unter anderem auf
– erhebliche Eingriffen in Landschaft, Natur und Ökologie
– nachhaltige Beeinträchtigung für die Wohn- und Lebensqualität
– auf nicht auszuschließende finanzielle Risiken
– die Überzeugung, dass ein Gewerbegebiet dieser Größenordnung nicht zur gewachsenen Ortsstruktur passt
– fehlende Vereinbarkeit moderner nachhaltiger Dorfentwicklung
– sowie Zweifel an langfristigen wirtschaftlicher Tragfähigkeit und tatsächlichem Bedarf
Es gibt keine rechtliche Verpflichtung für unsere Gemeinde, Absprachen oder Zusagen von Investoren, keine verbindlichen Förderzusagen des Landes (Aussage aus dem Wirtschaftsministerium vom 17.12.2025) und keine Garantie, dass Nutzen und Belastungen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen würden.
Lange Zeit galt die Ausweisung neuer Gewerbeflächen als schneller Weg zur Entwicklung. Heute wissen wir, eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft braucht andere Antworten. Unser größtes Potenzial liegt im Ideenreichtum, im Zusammenhalt unserer Gemeinschaft und in einer Wirtschaft, die Natur, Landschaft und Lebensqualität achtet.
Zukunftsfähige Gemeinden setzen auf die kluge Nutzung bestehender Strukturen, Regionale Wertschöpfung, moderne Arbeitsformen, nachhaltige
Energie, Kultur, Tourismus und ehrenamtliches Engagement. Diese Wege sind anspruchsvoller, aber sie schaffen stabile Perspektiven für heute und morgen.
Unser Blick bleibt dabei klar nach vorne gerichtet. Maring-Noviand setzt auf eine maßvolle, nachhaltige und bedarfsorientierte Ortsentwicklung. Im Mittelpunkt stehen Lebensqualität, Dorferneuerung, die Stärkung bestehender Betriebe und die nachhaltige Nutzung vorhandener Flächen. So konnten bereits zwei Unternehmen geeignete Flächen im Rahmen einer nachhaltigen Nachnutzung von Leerständen innerhalb der Gemeinde erwerben und für ihre betriebliche Entwicklung sichern. Auch im bestehenden Gewerbegebiet Medemland bestehen Entwicklungsmöglichkeiten. Wir arbeiten weiter an Perspektiven für unsere Betriebe.
Eine lebendige Demokratie lebt von unterschiedlichen Meinungen. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen, sachlich, respektvoll und lösungsorientiert. Pauschale Unterstellungen oder persönliche Angriffe helfen niemandem.
In eigener Sache möchte ich anmerken, dass die Diskussion um das Gewerbegebiet ist in den vergangenen Monaten stellenweise sehr persönlich geworden ist. Das hat mich und insbesondere meine Familie in einer ohnehin für uns sehr schweren privaten Zeit zusätzlich belastet und sehr getroffen. Kritik an Entscheidungen ist legitim und notwendig, persönliche Angriffe gehören jedoch nicht dazu.
Ich nehme die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger sehr ernst und stehe für einen offenen Dialog bereit, gleichzeitig erwarte ich, dass dieser sachlich, respektvoll und fair geführt wird und die demokratischen Entscheidungen des Gemeinderates akzeptiert wird.
Unsere Gemeindeleben wird jedoch nicht nur durch Bauprojekte geprägt, sondern vor allem durch Begegnungen. Adventsfenster, Kirmes, die Veranstaltungen unserer Winzer, wie Hoffeste, Weinwiese Siebenborn und die Wein- und Genusstage, die engagierte Arbeit unserer vielen Vereine, Jugendraum und Seniorenarbeit, zeigen eindrucksvoll, wie lebendig Maring-Noviand ist.
Dazu kommen ganz konkrete Verbesserungen wie Defibrillatoren, die Beleuchtung des Fußweg Wittlicherstr./Bernkastelerstr. zur neuen Bushaltestelle oder die Reinigung und Pflege von Brandweiher und Brunnen.
Auch unsere Gastronomiebetriebe bereichern das Leben in unserer Gemeinde. Vom Gasthaus zur Alten Eiche über die Klostermühle in Siebenborn bis hin zum Kabinettstand und der neu eröffneten Vinothek.
Viele der heute genannten Themen, finden sich im Zukunfts-Check-Dorf und in langfristigen Überlegungen wieder. Sie zeigen deutlich, wir arbeiten nicht von Sitzung zu Sitzung, sondern gestalten unsere Gemeinde mit Weitblick, Schritt für Schritt und gemeinsam mit euch.
Mein Wunsch für das neue Jahr ist, dass wir diesen Weg weiter gemeinsam gehen, im respektvollen Austausch, mit Offenheit für neue Ideen und mit dem starken Gemeinschaftsgefühl, das Maring-Noviand auszeichnet.
Abschließend gilt nochmals mein herzlicher Dank allen, die sich im vergangenen Jahr für unsere Gemeinde eingesetzt haben. Ohne dieses Engagement wäre vieles nicht möglich.
Ich wünsche Ihnen allen ein gesundes, friedliches und zuversichtliches neues Jahr für Maring-Noviand.
Ihr
Klaus Becker
Ortsbürgermeister